Startseite Service Strompreise Kartell der Abzocker
|
 |
 |
15.10.10: Allein seit Anfang 2010 haben |
die Stromkonzerne ihre Tarife bis zu 8 Prozent nach oben geschraubt. Insgesamt eine dreiste Maßnahme, da die Stromhandelspreise seit 2009 um durchschnittlich 40 Prozent gesunken sind.
Zum 1. Januar 2011 steigt zwar die staatliche Umlage für erneuerbare Energien von bisher 2,047 Cent auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde (netto). Deshalb kündigen Stromversorger weitere massive Strompreiserhöhungen an.
Dennoch müsste nach Berechnungen der Bundesnetzagentur der Beschaffungskostenanteil bei den Haushaltskunden 2011 durchschnittlich um etwa einen halben Cent pro Kilowattstunde sinken. Deshalb empfiehtl man, Angebote genau zu prüfen und "gegebenenfalls zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln".
Vergleichen Sie die Stromtarife und suchen Sie einen günstigeren Alternativanbieter! Eine Unterstützung bietet die FWG ...
|
 |
|
13.10.2010: Die drei großen Konzerne E.ON, RWE und |
EnBW haben seit 2002 einen Gewinn von über 100 Milliarden Euro erwirtschaftetet, so die Aussage der Stromwatch Studie 3 [717 KB]
(Link zum herunterladen der Datei). Seit 2002 haben sich die Gewinne vervierfacht! Und für 2010 deutet sich ein weiteres Rekordjahr an.
Die Gesamtkapitalrenditen der drei Energiekonzerne liegen bei deutlich geringeren Risiken erheblich über denen der meisten anderen DAX-Unternehmen. Mit anderen Worten: Die Politik hat den drei Konzernen "eine Lizenz zum Gelddrucken" ausgestellt.
RWE hat im letzten Jahr rund doppelt so viel Kapitalrendite bei der Stromerzeugung erwirtschaftet wie die meisten anderen DAX-Konzerne in ihren Geschäftsfeldern.
RWE hat demnach im Jahr 2009 seinen Kunden rund 2,3 Milliarden Euro zu viel in Rechnung gestellt, wenn man eine für DAX-Unternehmen übliche Rendite auf Märkten mit einem funktionierendem Wettbewerb zugrunde legt.
E.ON erwirtschaftet mittlerweile einen Großteil seiner Gewinne über Spekulationsgeschäfte im Derivatehandel.
E.ON, RWE und EnBW weisen in ihren Geschäftsberichten aktuell Rückstellungen für Entsorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit der Kernenergie von rund 28 Milliaren Euro. Auf Grund von Bewertungsspielräumen bei den nicht vertraglichen Entsorgungsverpflichtungen ergeben sich u.a. Möglichkeiten, Gewinne zu verstecken. Andere Nicht-Atomkraftwerk-Betreiber haben diese Optionen nicht.
In der Summe können die drei Energiekonzerne bei unterstellten moderat steigenden Strombörsenpreisen damit rechnen, durch eine 12jährige Laufzeitverlängerung einen gesamten (Netto-)Vorteil von über 70 Milliarden (Barwert 2010) einstreichen zu können, bei dem schon die Brennelementesteuer und die Fondseinzahlungen abgezogen sind.
|
20.5.2009: Das Netzwerk Bergschäden |
Auch in diesem Jahr wurden die Stromverbraucher wieder zur Kasse gebeten. Seit dem 1. Januar 2009 haben über 350 deutsche Stromunternehmen ihre Tarife um bis zu 21 Prozent erhöht. Als Kunde kann man sich wehren: Wenn Sie zu einem anderen Stromversorger wechseln, dann kann man über hundert Euro sparen. Wir sagen wie: Stromversorger wechseln
|
5.3.09: Manipulieren Großkonzerne Strompreise? |
Nach Angabe des "Tagesspiegels" vom 5.3.09 soll E.on planmäßig einige seiner billigen Kraftwerke gedrosselt haben. Aufgrunddessen mussten einige der teuren Spitzenlastkraftwerke einspringen. Das Unternehmen erhöhte sich somit Gewinne. Denn es wird der Strompreis des teuersten noch beteiligten Kraftwerkes für alle Lieferungen des betreffenden Liefertermins auch an die billigen Kraftwerke gezahlt. Eine irre und nur in Deutschland mögliche Regelung, die von der Bundespolitik geduldet wird, da die derartige Gestaltung des Strommarktes von Merkel & Co. so gewollt ist.
|
20.5.2008: Weltspitze - Unsere Strompreise |
Nicht nur im Weltfußball bezogen auf die WM 2006 sind wir hinter Italien die Nummer 2, sondern auch, wenn es um die Strompreise geht. Das stellte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung am Sonntag" fest. Sie publizierte im Mai 2008 die durchschnittlichen Strompreise pro Kilowattstunde in Cent im Jahre Jahr 2008.
Durch die vielen Preiserhöhungen in 2007 haben wir es fast bis ganz an die Weltspitze gebracht. Im Durchschnitt haben Deutschlands Energieversorgungsunternehmen in 2007 die Preise um 16,7% nach oben geschraubt - unglaublich aber wahr. Für diese saubere Arbeit einen herzlichen Dank an die lieben Versorger und Grüße an die Heuschrecken dieser Welt, an die Bernotats, Gossmanns oder auch Roels.
Wer trägt nur die Schuld an dieser Misere?
Die Politiker? Die tun doch gar nichts. Die wollen doch spielen, mit den Wählerinnen und Wähler, angefangen bei Angie, unserem Ostimport. Die Energieversorger selbst? Nein, die handeln bestimmt nicht verantwortungslos als dreiste Abzocker. Sind wir etwa selbst schuld? Das stimmt eher, oder? Doch Spaß beiseite: Tatsache ist, dass immer noch kein wirklicher Wettbewerb im deutschen Strommarkt herrscht. Die großen Vier (EON, RWE, EnBW, Vattenfall) decken 90% der Stromerzeugung in Deutschland ab. Zu allem Unglück kommt noch hinzu, dass ebenfalls die Stromnetze im wesentlichen in der Hand der großen Vier sind. Das ist die Krönung! Und die Preise gehen auch 2008 wieder nur in eine Richtung, nach oben.
|
Scheinheilige Politiker - bestochene Politiker |
Deutsche Politiker, allen voran unsere Kanzlerin entrüsten sich populistisch über die allzu hohen Strompreise. Gleichzeitig ist sie gegen die Zerschlagung der vier großen Stromkonzerne.
Auf der einen Seite verschärfte die Politik populistisch zwar das Kartellrecht, auf der anderen Seite ist die Kartellbehörde personell schlecht ausgestattet und hat rechtlich nur wenige Eingriffsmöglichkeiten.
Statt an die Wurzel des Übels zu gehen, werden Stromkonzerne aufgefordert, Stromtarife für sozialschwache Bürgerinnen und Bürger anzubieten. Diese Tarife werden, so ist zu erwarten, von den Bürgerinnen und Bürger finanziert, die sich dieses noch leisten können...
|
Konzerne entflechten |
Die Haushalte zahlten Ende 2007 gut 5 Cent je kWh mehr, als angemessen wäre. Die exorbitanten Strompreise sind Folge fehlenden Wettbewerbs.
Die Kartellbehörden sind machtlos und können nur wenig gegen die Stromkonzerne ausrichten. So müssen die Stromnetze endlich in staatlicher Hand, weil die großen Vier, E.ON, RWE, Vattenfall, unabhängige Stromanbieter abzocken, indem sie zu viel für die Durchleitung von Strom durch ihr Leitungsnetz kassieren. Die vier großen Konzerne müssen horizontal und vertikal entflochten werden. Die USA haben in mehreren Bereichen solche Monopole vorbildlich entflochten.
|
Verbraucher als Spielball der Monopolisten |
Den Medien war Mitte September 2007 zu entnehmen, dass die Strompreise bei RWE Power im kommenden Jahr deutlich, um rund 11%, steigen werden. Dabei hatte der Konzern gerade im vergangenen Geschäftsjahr 2006 seinen Umsatz sogar um über 12% vergrößert, seine Gewinne von 2,23 auf 3,85 Milliarden Euro heben können. RWE Power dementierte heftig. Dennoch, das Damoklesschwert „Preisanstieg“ schwebt weiter über den Verbrauchern.
Die Gier der Strom– und Gaskonzerne scheint ungebremst, der Verbraucher machtlos. Der angebliche Wettbewerb ist eine Mogelpackung, denn nur wenige Großunternehmen steuern die Preisentwicklungen und sind daher als Monopolisten zu bewerten.
Ein geringer Teil der Politik, der sich sonst allzu gern mit den Energieriesen im gleichen Licht sonnt, scheint aufgewacht. Zuständige Landesministerien wollen bodenlose Preisanstiege nicht mehr mittragen. Der Ton wird rauer. Auf der anderen Seite machen Merkel und Glos immer noch eine energieindustriehörige Politik - sie geben "Schönwetter-Statements" ab, vergessen aber zu handeln. Die Zerschlagung der Energiemonopole ist für das Duo kein Thema, obwohl die EU das anstrebt..
Auch EU-Energiekommissar Andris Piebalgs will die Macht der Stromkonzerne brechen. Er setzt sich energisch für mehr Wettbewerb ein und verspricht den Verbrauchern sogar sinkende Preise in zwei bis drei Jahren. Das Ergebnis bleibt indessen abzuwarten.
|
Abzocke I: Gewinne aus kostenlosen Emissionsrechte |
Noch bis 2006 rechneten RWE und E.ON noch den kompletten Börsenwert der sogenannten CO2-Zertifikate in den Großhandels-Strompreis ein, obwohl ihnen die Zertifikate ursprünglich kostenlos zugeteilt worden waren.
Durch Einrechnung der CO2-Zertifikate sind die Strompreise am Markt künstlich überhöht. Dies wäre, so geht aus dem Abmahnschreiben der Kartellbehörde hervor, nicht möglich, wenn nicht einige stromproduzierende Unternehmen den Markt unter sich aufgeteilt hätten und selbigen damit beherrschen würden.
Durch die Einpreisung kostenlos zugeteilter CO2-Zertifikate sind den vier großen Verbundunternehmen rund 5 Milliarden Euro zusätzlich zugeflossen.
Wer sind die so Betrogenen? Sie! Wir! Die Verbraucher. Allerdings gab es einige mutige regionale Stromversorger, wie die Stadtwerke Soest, die auf Rückerstattung pochen. Leider gehört die NVV aus Mönchengladbach nicht dazu. Wen wundert es, hat doch RWE einen 50%igen-Anteil an diesen Energieversorger.
|
Abzocke II: Künstliche Strompreise |
Trick 1: Die Konzerne wie E.ON, RWE, EnBW oder Vattenfall produzieren weniger Strom als sie könnten. Das Angebot bleibt knappt, der Strompreis bleibt hoch.
Trick 2: Die Konzerne gehören an der Leipziger Strombörse zu den wichtigsten Händlern. Sie treiben die Nachfrage nach oben, da sie ihren eigenen Strom teuer einkaufen.
|
Der Präsident der Handwerkskammer |
Wolfang Schuler am 8. November 2007 in einer Pressenotiz in der NGZ:
Die Bundesregierung bietet dem Preisgebaren der Energieversorger keinen Einhalt. "... Damit bestehe die 'Lizenz zum Ausbeuten' weiter. Die Zeche zahlten der 'kleine Mann und der Mittelstand'. Schulhoff: 'Ich frage mich: Wann ist der Siedepunkt erreicht?'... "
Dem ist unsererseits nichts hinzuzufügen.
|
Druckbare Version
|
 |
Impressum Kontakt |
 |
 |
 |