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12.4.10: Sicherheit der Tagebauhänge verbessern

Unmittelbar nach dem tödlichen Hangrutsch in Nachterstedt ließ RWE-Power in der Presse verlauten, dass ein solches Unglück im Rheinland undenkbar sei.

NRW-Wirtschaftsministerin Frau Thoben (CDU) erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme an den Landtag, dass sie kein Verständnis für das Infragestellen von behördlichen und politischen Entscheidungen im Braunkohlenrevier habe. Es ginge einigen Interessengruppen nur darum, die Bevölkerung zu verunsichern.

Der Hangrutsch (ca. 450.000 cbm) von Inden beweist, dass weder RWE-Power noch das zuständige Ministerium Herr der Lage sind. Somit muss man große Zweifel daran haben, ob die Sicherheitszone von 100 m ausreichend ist.

Die Firma Hochköppler, die A46 und die Grubenrandstraße. liegen innerhalb dieser 100-m-Sicherheitszone. Dies ist schon deswegen bedenklich, da RWE in dieser Entfernung ausdrücklich negative Auswirkungen nicht ausschließt.

Der Wohnbereich zwischen Silo- und Birkenstraße liegt teilweise keine 200 Meter von der Tagebaukante entfernt. Insofern kann die FWG-Fraktion die Erklärung unseres Bürgermeisters gegenüber der Presse nicht mittragen („Der Erdrutsch versetzt uns nicht in Sorge. Die Abstände betragen mehrere hundert Meter.“).

Sorglosigkeit dürfte in Nachterstedt, Hambach, Niederzier oder Inden bis zu entsprechenden Vorfällen ebenfalls vorgeherrscht haben.

Die FWG-Fraktion beantragt:

RWE und Ministerium werden aufgefordert, unabhängige geologische Gutachten vorzulegen, die die Sicherheit der Hänge im Bereich der Gemeinde Jüchen belegen.

Die zuständigen Stellen werden aufgefordert, die Sicherheitszone, insbesondere im Bereich des fortschreitenden Tagebaus, auszuweiten.




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