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17.11.11: Dieses Jahr keine Weihnachtspäckchen

für Senioren.

Unter der Haushaltsperre leidet auch die traditonelle Weihnachstpäckchen-Aktion für unsere Seniorinnen und Senioren. Denn diese wurde ersatzlos gestrichen.

Oswald Steffens, der Senior in den FWG-Reihen und Vertreter im Ausschuss für Recht, Soziales, Senioren und Ordnung (RSSO): "Ein falsches Signal, vor allem deshalb, weil CDU und FDP dieses einfach so hingenommen haben! Waren die Aussagen der beiden Parteien aus der Vergangenheit nur bloße Lippenbekenntnisse?"

Bei diesem Einspar-Betrag handelt schlussendlich um Peanuts, wie der CDU-Fraktionsvorsitzende Norber Esser immer zu sagen pflegt, wenn unsererseits Sparvorschläge in Bezug auf die Politik gemacht werden. Auf ein Wort: Handelt es sich bei unseren Seniorinnen und Senioren auch nur um Peanuts, lieber Herr Esser?

8.12.09: Neu Weihnachtspäckchen im neuen Kleid

Na also, geht doch! Ein weiteres Mal hat die FWG Wirkung erzielt, auch wenn das im letzten Jahr noch alle anderen Fraktionen im Rat für albern hielten. Stefan Thomaßen, FWG-Vorsitzender: "Und siehe da, es geschehen noch (Weihnachts-)Wunder. Dank der großartigen, freiwilligen Mithilfe des 'Senioren-Netzwerks' sehen die neuen Weihnachtspäckchen gut aus."

11.6.09: Planungsausschuss belässt es beim Alten

Wenig Verständnis zeigt Gerolf Hommel für einen Beschluss des Ausschusses für Recht, Senioren, Soziales, Sicherheit und Ordnung. Denn der hatte entschieden, dass es doch keine Veränderungen bei der Zusammenstellung der Weihnachtstüten geben. In den ersten Überlegungen meinte er: "Wir werden keine Weihnachtspäckchen mehr verteilen."

Für Gerolf Hommel stehe auch die Geste im Vordergrund, nicht das Päckchen. Wichtiger seien die Gespräche. Wenn die Gemeinde allerdings nur so wenig für unsere Senioren übrig habe, dann sei das ein sehr schlechtes Zeichen. Außerdem stellte er die Frage, wieviel und wie lange die Gespräche mit den älteren Mitbürgern dauerten? Die FWG habe da eine andere Erfahrung gesammelt, nachvollziehbar, wenn fremde Menschen vor den Türen stehen und etwas abzugeben haben... Das Gespräch stehe dann doch nicht im Vordergrund. Zumeist werden die Päckchen an der Haustür abgegeben. Zu Persönlichem bleibe dann keine Zeit.

Während die Verwaltung bisher keine Beschwerden über die Weihnachtspäckchen gehört habe wusste Gerolf Hommel zu berichten, dass "ein Beschenkter einen unsere Ratsherren gefragt hat, was denn das für ein Mist sei?".


26.3.09: Lieblose Weihnachtspäckchen

Anfang des Jahres hatte die FWG die Diskussion angestoßen: Der Inhalt der kostenlosen Päckchen, die von den Ratsmitgliedern zu Weihnachten an Senioren verteilt wurden, halte die Wählergemeinschaft für blamabel, so Hommel. Die enthaltenen Artikel seien wahllos zusammengestellt worden. Sie entsprächen nicht den Bedürfnissen älterer Mitbürger. Die FWG-Ratsherren hätten sich geschämt, die Tüten zu überreichen. Daher schlug Hommel vor, Jüchens Kindergärten miteinzubeziehen: Bastelarbeiten sollten die Weihnachtstüten verschönern.

Die FWG möchte dafür sorgen, dass die Jüchener Senioren von der Gemeinde ein wirklich weihnachtliches Präsent erhalten. Denn derzeit sind die Weihnachtspäckchen einfach lieblos gemacht und in einer Supermarkt-Tüte verpackt.“

Jüchener über 85 Jahre, in 2008 waren das 284, erhalten von der Gemeinde jedes Jahr ein Weihnachtspräsent - überbracht von Ratsmitgliedern. „Eine schöne Geste“, meint auch Hommel, doch Aussehen und Inhalt dieses Geschenks bringen ihn auf die Palme: „Die Plastiktüte sieht aus, als käme man gerade vom Einkaufen“, meint der Fraktionsvorsitzende. „Ist eine weihnachtliche Verpackung zu viel verlangt?“

Der Tüteninhalt ist aus FWG-Sicht nicht der "Bringer". So ziehe das beigefügte Fruchtgummi älteren Menschen doch die Zahnprothesen heraus. Daran haben unsere Senioren kaum Freude. So schlägt die FWG vor, die Tüte u.a. mit einer Tafel Schokolade, Tüten mit Lebkuchen, Spekulatius und Dominosteine zu befüllen. Für stimmungsvolle Stunden liegt noch ein Fläschchen Piccolo bei. Bei keinem Artikel wird auf „Auf Diabetiker wurde bei keinem der Artikel Rücksicht genommen“, so Hommel, der versichert: „Manch ein Empfänger hat die Nase gerümpft.“

Die FWG-Ratsmitglieder wollen nächsten Advent mit solchen Tüten nicht wieder losziehen. Ein Fachausschuss solle sich mit dem Thema befassen. „Beispielsweise könnten Schulkinder Grußkarten anfertigen. Oder Kindergärten beteiligen sich mit Bastelarbeiten.“

4.1.2005: Leserbrief von Gerolf Hommel

Um Missverständnisse hinsichtlich unserer Nichtteilnahme an der Verteilung der Weihnachtspäcken aufzuklären, sei folgendes gesagt: Grundsätzlich begrüßen wir die vom Rat beschlossene Verteilung an Mitbürger über 85 Jahre und sind der Auffassung, das dies von Ratsmitgliedern getan werden sollte.

Unsere Auffassung hat sich jedochan dem Tag geändert, als der Rat drei Stellvertreter der Bürgermeisterin wählte. Unserer Meinung nach würde, wie selbst in größeren Städten, ein Stellvertreter ausreichen, unser dahin gehender Antrag wurde abgelehnt.

Die Wahl des zweiten und dirtten Stellvertreters, die repräsentative Aufgaben wahrnehmen, kostet dem Bürger 44.000,-- €. Das tragen wir angesichts leerer Kassen nicht mit.

Für die FWG bleibt es deswegen dabei: Wer sich in lukrative Posten wählen lässt, muss auch entsprechende Gegenleistung erbringen.


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