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Kein Jugendzuschussfür kleine Vereine

Die Sportförderrichtlinie unserer Gemeinde erklärt unter Punkt 4.1.2 das Folgende:

Vereine erhalten in Anerkennung ihrer jugendpflegerischen Arbeit und im Interesse der Nachwuchsförderung einen Jugendzuschuss.



Aber: Sportausschusses am 19.06.06

dieser Zuschuss wird erst gewährt, wenn ein Verein mindestens 10 Jugendliche nachweisen kann.

Für die Sitzung des Sportausschusses am 19.06.06 beantragte die FWG, dass alle Vereine, also auch die mit weniger als 10 Jugendlichen, diesen Zuschuss bekommen.

Unsere Bürgermeisterin empfahl in der Sitzungsvorlage, unseren Antrag
abzulehnen.
Begründung: eine qualitativ gute Jugendarbeit ist bei Vereinen, die weniger als10 Jugendliche haben, nicht möglich.

Aus unserer Sicht eine sehr wagemutige Feststellung, die der Ausschuß so akzeptierte. Auch das folgende, im Ausschuss vorgetragene Beispiel interessierte die Politiker aller Parteien nicht:

In der Ratssitzung am 22.06.06

fragten wir die Bürgermeisterin, mit welchen Fakten sie ihre Behauptung, dass Vereine mit 9 Jugendlichen schlechte Arbeit leisten, konkret begründen könne. Sie antwortete nicht, obwohl sie diese Behauptung selber schriftlich verbreitet hatte.

Herr Krahwinkel berief sich auf Regelungen des Landessportbundes und Hallenbelegungszeiten. Doch das interessiert die FWG nicht, denn wir Jüchener können selbst entscheiden, wie wir mit unseren Vereinen umgehen.

Bleibt festzuhalten: Jüchener Vereine, die weniger als 10 Jugendliche haben, leisten schlechte Jugendarbeit und können deswegen nicht bezuschusst werden - das ist die Meinung der Bürgermeisterin, der CDU, SPD, FDP und UÖWG.

Nach der letzten Erhebung hat z. B. die Schachgemeinschaft Hochneukirch genau 10 Jugendliche. Damit ist sie nach Ansicht der Parteien und der Bürgerrneister in Lage, qualitative Jugendarbeit zu leisten. Wird nun ein Jugendlicher 18 Jahre alt, hat der
Verein Pech. Ab diesem Tag fällt er durch das Raster und ist nicht mehr in der Lage,
qualitativ gute Arbeit zu leisten.

Der Hinweis eines Ausschussmitgliedes, dass es in anderen Städten ähnliche Regelungen gibt, interessiert die FWG nicht: Wir sind Jüchen und nicht Andere!!

Pikant: Die Dachorganisation unserer Vereine, der Gemeindesportverband, schloss sich der Meinung der Bürgermeisterin und des Ausschusses an.


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