sinnlose Klientelpolitik" bezeichnet FWG-Vorsitzender Stefan Thomaßen die Forderung nach einem Schützenbaum im Kreisverkehr am Jüchener Marktplatz. 8.5.08: "Als Flickschusterei und Bereits seit mehr als einem Jahr ist die Gestaltung des Jüchener Marktes wiederkehrendes Thema in der öffentlichen Diskussion, ohne dass es tatsächlich entscheidende Schritte zu einer bei den Jüchener Bürgern akzeptierten und auch zukunftsfähigen Umgestaltung des Jüchener Marktes als Zentrum der Gemeinde gegeben hat. Dabei hatte die FWG bereits im Januar 2007 der Öffentlichkeit ein erstes ganzheitliches Konzept präsentiert.
Zudem wurden 2007 die Gestaltungsideen einer überparteilichen Arbeitsgruppe um die Architekten Endres und Balkow aus Schaan, in denen sich CDU-Vertreter nicht eingebracht hatten, ohne weitere Befassung von der CDU-Mehrheitsfraktion abgelehnt. Offenbar war und ist für die CDU nicht entscheidend, wie gut ein Vorschlag oder Antrag ist, sondern nur, von wem er kommt.
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Stattdessen nun im April der Antrag derselben, im Kreisverkehr vor dem Jüchener Markt einen Schützenbaum aufzustellen und dass ausgerechnet, wo der Kreisel erst vor kurzem neu und sehr ansprechend gestaltet wurde. Soll nun der prächtige Laubbaum in der Mitte des Kreisels tatsächlich einem metallenen Schützenbaum geopfert werden? Was die FWG zunächst nur als Aprilscherz ansehen konnte, war jedoch ein ernstgemeintes Ansinnen der CDU und löste heftige Debatten im Planungsausschuss aus.
Die FWG hatte zwischenzeitlich den Präsidenten des Jüchener Heimatvereins, Herrn Hans-Hubert Krall und weitere Vorstandsmitglieder angeschrieben, um in dieser Sache in einen Dialog zu treten, da die Sinnhaftigkeit der Maßnahme eher zweifelhaft ist. Leider wurden alle Gesprächsangebote der FWG bisher ignoriert.
Dies ist für die FWG nicht nachvollziehbar, vor allem, weil ihr aus den Reihen der Schützen und anderer Jüchener Bürger selbst völliges Unverständnis wegen des Schützenbaums signalisiert wurde. So sagten gleich mehrere Schützen aus, dass ein Schützenbaum, wenn überhaupt, dann nur dort Sinn mache, wo sich auch der Festplatz befindet, nämlich am Haus Katz. Der Vorstand habe sich bei den Schützen auch nicht rückversichert, ob die Idee bei den Mitgliedern überhaupt tragfähig sei.
Vielmehr wirkt das Spektakel so, wie schon damals die jetzige Marktplatzgestaltung abgelaufen sei. Ein paar wenige setzen sich etwas in den Kopf, die Politik beschließt es und am Ende stehe wieder etwas, was bei der Bürgermehrheit keine Akzeptanz finde.
Für die FWG steht letztlich fest:
Die CDU hat nach bekanntem Muster gehandelt und sinnentleerte Klientelpolitik betrieben, denn man befindet sich schließlich schon wieder in der Vorbereitung der Kommunalwahlen in 2009. Und kleine Geschenke erhalten bekanntlich die Freundschaft.
Gerne gönnt auch die FWG den Jüchener Schützen einen schönen Wappenbaum, aber dann an einer Lokalität, wo er sinnvoll platziert werden kann.
Zudem fordert die FWG die CDU-Mehrheitsfraktion auf, ihre Blockadehaltung und Flickschusterei bei der Gestaltung des Markplatzes einzustellen. Sie soll endlich beginnen in strategischen, ganzheitlichen und sowohl zukunfts- als auch bürgerorientierten Lösungen für die Jüchener und ihren Markt zu denken. Vielleicht kann sie dabei von ihrem eigenen MdB Willy Wimmer lernen, der, offenbar in Unkenntnis der Ergebnisse der überparteilichen Arbeitsgruppe und der Vorschläge der FWG, kürzlich Vorschläge zur Marktgestaltung veröffentlicht hatte, die in vielen Aspekten deckungsgleich mit deren Resultaten waren.
Die FWG wird sich jedenfalls weiterhin intensiv und nachhaltig für die Interessen der Anwohner und Gewerbetreibenden am Markt, aber eben auch für die Bedeutung des Marktplatzes als Mittelpunkt der ganzen Gemeinde Jüchen einbringen. Der CDU-Antrag, der nur eine Efeubepflanzung an den Säulen der ohnehin nicht beliebten Markthalle und einen Schützenbaum am Kreisel vorsieht, den an dieser Stelle keiner haben will, zeugt dabei nicht gerade von weitsichtiger Denkart und konzeptioneller Planung.
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