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Hoffentlich nur ein böser Traum .. (Stand Ende 05)

RWE plant an der Gemeindegrenze Jüchens eine Bauschuttdeponie. Sie soll 1200 Meter lang, 500 Meter breit und 18 Meter tief werden. Eine der größten in unserer Region!

Bis 2017 sollen dort 5,6 Millionen Kubikmeter Asche, Schlacken, Bauschutt und weitere belastete Stoffe abgekippt werden. Wir sehen Anhaltspunkte, dass sie giftige Kohlenwasserstoffe, Zyanide und Schwermetalle enthalten.

Weiter befürchten wir neben den potentiellen Umweltschäden auch noch Lärm- und Staubbelästigungen durch den zusätzlichen Schwerlastverkehr durch die Deponie.

Diese zusätzlichen Belastungen sind unseren Bürgerinnen und Bürger nicht mehr zuzumuten!


Der Wermutstropfen: Wird nach dem veralteten Bergrecht entschieden, sehen wir nur eine geringe Chancen, dagegen vorzugehen.

RWE rechnet mit ungefähr 100 Lastwagen pro Tag, die zwischen 6:00 und 22:00 Uhr ungefähr 10 Jahre lang die Kippe anfahren werden. Wir denken, dass die Schiene Neuenhoven - Hoppers - Wey - Waat oder auch Hochneukirch vom Lkw-Verkehr betroffen sein könnte. Sollte der Grundwasserschutz vernachlässigt werden, können giftige Stoffe ins Grundwasser sickern und das Trinkwasser für 90.000 Menschen gefährden. Die geplante Deponie liegt im Bereich des Wasserwerks Fürth.


Stand 16.2.2006

Seit der Ratssitzung vom 16. Februar 2006 ist es amtlich: Der Rat lehnte die Deponie einstimmig ab!

Rückendeckung bekommt die Gemeinde inzwischen auch vom Kreis. Zwischenzeitlich hat sich auch die Landesregierung der Sache angenommen.

Irritiert zeigt man sich bei der FWG über die Hektik von Verwaltung und einzelner Fraktion. Das Thema war am 5.2.04 bereits Thema im "Bau- und Nahverkehrsausschuss", mit anderen Worten nicht neu! Rat und Verwaltung hätten gut zwei Jahre Zeit gehabt, sich auf das Thema vorzubereiten. Wir fragen uns, wer hier geschlafen hat? So wurde die Verwaltung beauftragt, zu klären, ob materielle Vorteile für die Gemeinde entstehen würden, beispielsweise durch Erhöhung des Anteils der Gewerbesteuer. Zudem wurde die Verwaltung beauftragt Gutachten über eventuelle auftretende Belastungen wie Lärm und Schmutz anzufordern. Und auch über die Möglichkeit der Sperrung der Kölner und Jülicher Strasse sollte nachgedacht werden. Auf Antworten wartete die FWG vergeblich. Aber auch Antworten auf einen Fragenkatalog, der sich mit Kontermination und Emmissionschutz, sind bisher nicht veröffentlicht worden.


April 2006: RWE nimmt Abstand

von der Realisierung der ursprünglichen Deponie und will eine abgespeckte Version. Nichtdestotrotz sprechen wir uns auch jetzt gegen die Deponie aus, bedeutet sie für uns nur Dreck und zusätzliche Belastungen. Nutznießer sind andere!


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