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24.10.07: Kultur geht alle an

Seit nunmehr einem Jahr ist gemäß einer FWG-Pressemitteilung geplant, den Kreisverkehr mit einem Kunstwerk zu versehen. Anstoß gab der Jüchener Künstler Lerche mit seinem Entwurf eines „Stadttörchens“. Die Kosten für dieses Kunstwerk und Honorar betragen 8100 €, die die Gemeinde aufgrund der Haushaltslage nicht bezahlen kann. Die Verwaltung wurde vom Kulturausschuss angehalten, Sponsoren zu suchen.

Mit Erstaunen muss die FWG nun zur Kenntnis nehmen, dass CDU-Ortsverbandsvorsitzender Dr. Christoph Schmitz nun erklärt, seine Partei werde für das „Stadttörchen“ stimmen, wenn das Geld vorhanden ist.
Das wiederum hat für die FWG nichts mehr mit Kultur zu tun.

Der Begriff Kultur bedeutet auch, dass schöpferische Tätigkeit begünstigt und gefördert werden soll und zur Kultur gehört natürlich die Kunst. Das heißt für die FWG, dass nicht derjenige, der zuerst kommt, auch den Zuschlag bekommt und alle anderen damit zufrieden sein müssen.

Erforderlich ist ein Aufruf der Bürgermeisterin an alle kunstschaffenden Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde, Vorschläge oder Modelle einzureichen, also nicht nur bekannte Künstler.

Im Kulturausschuss am 8. Mai 2007 hatte die SPD einen in diese Richtung gehenden Antrag gestellt, der skandalöserweise abgelehnt wurde.

Solange die Politik der Bürgerschaft nicht die Möglichkeit einräumt, sich mit Vorschlägen zu beteiligen, wird die FWG dagegen stimmen, überhaupt ein Kunstwerk zu errichten. Kunst geht alle an und darf nicht von der Politik dirigiert werden.

Bleibt die Frage, ob die Bürger überhaupt ein Kunstwerk im Kreisverkehr haben möchten, zumal sie auch für mögliche Folgekosten aufkommen müssen. Reicht nicht auch eine pflegeleichte Bepflanzung, die besser aussieht wie das struppige Etwas, das derzeit vorzufinden ist?

(Anmerkung: Das Bild vom Kreisverkehr ist der Homepage der NGZ als Teilausschnitt entnommen)



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