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Startseite Archiv 2005 Montessori-Schule
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Chance vertan |
Der Verein "Mandolin" zeigte Interesse an der Anmietung der leerstehenden Schule in Gierath. Seit 2004 suchen die engagierten Eltern und Lehrer im Kreisgebiet nach einem passenden Domiziel für ihre private Montessori-Schule.
Die Lehrinhalte der Ganztagsgrundschule richten sich nach den NRW-Lehrplänen.
Das Land NRW hätte den Umbau der Schule bezuschusst.
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Was heißt Mandolin? |
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Im Namen des Vereins "Mandolim" stehen die beiden M für Maria Montessori. Die Ideen der Montessori-Pädagogik sind in deren Schulkonzept eingebettet. Die anderen Buchstaben im Vereinsname, nämlich an - do - li, verweisen auf drei weitere Autorinnen des pädagogischen Konzeptes der Ganztagsgrundschule. |
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Nachfolgend der Brief |
von Frau Agnes Schober, Leiterin der Montessori Schu1e Neusse.V
Freie Montessori Schu1e Neusse.V. 19.02.05 Agnes Schober - 41466 Neuss
Frau Bürgermeisterin Kranz und Gemeinderat Jüchen Am Rathaus 5
Ehemalige Grundschule Gierath ,Objekt Nr.500
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Kranz, sehr geehrte Mitglieder des Gemeinderates,
die Freie Montessori Schule strebt als Schulträger die Gründung einer staatlich anerkannten Ersatzschule mit integriertem offenen Ganztag für 100 Grundschulkinder aus dem Rhein Kreis Neuss an (www.mandolim.de). Nachdem wir die für die Genehmigung der Bezirksregierung erforderlichen Vorraussetzung, Anerkennung des besonderen pädagogischen Konzept, Verpflichtung des Lehrpersonal mit Montessori-Diplom und Haushaltskalkulation mit Sicherung der Eigenleistung für die ersten drei Jahr erarbeitet hatten, haben wir uns an die Städte und Gemeinden des Kreises mit der Frage nach einem Gebäude möglichst zur Miete aber auch zum Kauf gewandt. Mit der Genehmigung erhält der Trägerverein als Mieter eines Gebäudes 87% der Betriebskosten durch das Land NRW erstattet, 13% trägt er in Eigenleistung. So würde z.B. beim Gebäude Gierath mit 530qm und ortsüblichem Mietpreis (7,5 € im Jahr 2003) die Jahresmiete 4770 € betragen. Ist der Trägerverein Eigentümer, so erhält er 94% der Betriebskosten. Im März 2003 stellten wir uns auf Hinweis Jüchener Familien als Interessenten für das Gebäude in Gierath Herrn Bürgermeister Schmitz und Fachbereichsleiter Herrn Creutz vor. Das Gebäude stand nur zum Verkauf und wir machten nach Begehung das Angebot von 250.000 € für das Grundstück (ca. 2900qm) und das Gebäude ( 530qm). Da neben dem allgemein hohen Sanierungsbedarf (vor allem Keller und Toiletten) die Richtlinien des Brandschutzes nicht erfüllt waren und das Dachgeschoss als Verwaltungsräume nicht nutzbar war, fanden wir den Preis gerechtfertigt. Im Schreiben vom 12.5.03 erhielten wir vom Bürgermeister die Antwort, dass unser Angebot abgelehnt wird, da die Gemeinde Jüchen einen Kaufpreis von mindestens 600.000 € erwartete. Wieder nach Hinweis Jüchener Eltern haben wir uns an 11.10.04 erneut als Mieter oder Käufer für das leer stehende Schulgebäude angeboten. Nach Auskunft von Herrn Creutz wurde der Nutzungsplan/Bebauungsplan geändert. Zum Kauf (Ausschreibungsunterlagen vom 14.12.04) wurde nur noch das Schulgebäude mit Flurteilstück (ca. 978qm)angeboten. Der Schulhof und die Toilettenanlage war als Grundstück für Eigenheime vorgesehen. Der erwartete Kaufpreis betrug 300.00 €. Unsere Antwort darauf vom 17.12.04 lautete: „Das nach der geänderten Bebauungsplanung verbleibende Gebäude mit Grundstück ist für unser Projekt zu klein. Wir ziehen unser Kaufinteresse zurück. Bitte streichen Sie den schon vereinbarten Besichtigungstermin.“ Am 16.2.05 habe ich Herrn Hommel (FWG) gesagt, dass wir grundsätzlich am gesamten Schulkomplex als Mieter oder Käufer interessiert sind, aufgrund der Planänderungen aber keine weiteren Verhandlungen mit der Gemeinde Jüchen geführt haben. Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir auf Grund des Artikels der NGZ, 19.2.05, Seite D2, dieses Schreiben als Leserbrief' veröffentlichen. Mit freundlichen Grüßen Agnes Schober
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23.02.2005: Montessori-Schule adé |
In der letzten Ratssitzung wurde unser Antrag für die Errichtung einer Montessori-Schule in Gierath abgelehnt. Darüber herrscht in unserer Fraktion noch immer großer Unmut. Alle reden davon, das Jüchen sich weiter entwickeln muss. Nun richtet man sich auf Jüchen 2020 ein, mit dem Ziel, bis dahin die magische Grenze von 25ooo Einwohner zu erreichen. Dazu allerdings sollte man jede Chance nutzen. Der Rat im Dezember 2004 den Kindergarten in Bedburdyck als Montessori-Einrichtung anerkannt. Die Montessori-Schule ist aus unserer Sicht die logische Konsequenz dieser Ratsentscheidung. Montessori-Schulen gibt es nicht überall. Wir steigern die Attraktivität der Gemeinde im Konkurrenzkampf zu den umliegenden Kommunen, indem wir die Angebotspalette qualitativ erweitert hätten. Das Haupteinzugsgebiet für ca. 100 Kinder wäre Mönchengladbach, Erkelenz, Heinsberg und den Rhein-Kreis-Neuss. Der geringste Teil wäre aus unserer Gemeinde gekommen und betrifft eine andere Zielgruppe. Das leer stehende Grundschulgebäude an der Gubberather Str. wurde dem Montessori-Verein im Jahre 2003 für den unrealistischen Preis von 600000 € angeboten. Ende 2004 bot man das Gebäude für 300000 € an, aber ohne Toilettenanlage und wissend, das der Montessori-Verein das Gebäude zu diesem Zeitpunkt nur noch mieten würde. Dies deswegen, weil beabsichtigt ist, innerhalb von 2-3 Jahren ein neues Schulhaus zu bauen. Auf die Gemeinde wären keine Kosten zugekommen. Man hätte ein Grundstück dafür verkaufen können und Einnahmen erzielt. Bis zum Tage der Ratssitzung hatte der Verein Interesse und noch 1 Std. vorher telefonisch bestätigt, das weiterhin Interesse am gesamten Schulkomplex besteht. Heute stellen wir fest, dass die Gemeinde seit März 2003 mehrere 100-tausend Euro verschenkt hat. Die Begründung der CDU, eine solche Schule passe nicht ins Schulkonzept, geht ins Leere und soll eigene Fehler kaschieren. Schon heute hat Jüchen im Grundschulbereich ein Überangebot. Dennoch wird die Schule in Otzenrath gebaut, trotz erheblicher Folgekosten und obwohl die Hochneukirchener Schule die Kinder aufnehmen könnte. Der dortige damalige Umbau zur Unterbringung der Realschüler steht heute leer. Die meisten Kinder der Otzenrather Schule kamen und kommen aus Hochneukirch. Die Folge: aufgrund der abnehmenden Schülerzahlen ist mit der Schließung einer Schule in 4 – 5 Jahren zu rechnen. Dies würde eine der Schulen treffen, die am dichtesten beieinander liegen – also Hochneukirch oder Otzenrath. Auch wir, die FWG, haben Verständnis dafür, dass die Otzenrather Umsiedler ihre Grundschule erhalten möchten. Angesichts der schon lange bekannten Schülerentwicklungszahlen hätte man jedoch vorausschauend planen und ehrlich sein müssen. Man hätte sich mit den Otzenrather Bürgern an einen Tisch zu setzen und die Situation erläutern müssen. Dabei hätte man gemeinsam überlegen können, ob es nicht sinnvoller ist, die Kinder in Hochneukirch zu unterrichten. Als Ersatz für die Grundschule wäre der Bau eines Bürgerhauses in Neu-Otzenrath in Betracht gekommen. Es hätten Räume für Vereine und Jugendarbeit zur Verfügung gestanden. Das Bürgerhaus hätte vom Dorf- und/oder Sportverein bewirtschaftet werden können. Wer Zukunft plant, muss auch den Mut haben, den Bürgern reinen Wein einzuschenken. Anbetracht von 40 Mill. Euro Schulden ein notwendiges Vorgehen, denn die Zeche zahlt der Bürger. Wir zumindest würden die oben genannte Möglichkeit auch heute noch bevorzugen.
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